Was hilft, um besser warten zu können?

Aktualisiert: Juli 12

Warten. Für die meisten Menschen ist Warten ein schrecklicher Zustand. Sie wissen nicht was auf sie zukommt, Was hilft, um besser warten zu können?wiegen sich in Unsicherheit. Es kann zu einer der am stärksten belastenden Situationen im Leben werden. Denn besonders gerne befassen wir Menschen uns in diesen Zeiten des Wartens mit Worst Case Szenarien. Wir können das Gut, uns Ausmahlen, was im Schlimmsten Fall passieren könnte.

Sogar im Coaching und in der Therapie wird das praktiziert. Wir malen uns Worst Case Szenarien aus und überlegen uns, wie wir diese lösen könnten, um uns auf alle Widrigkeiten vorzubereiten und uns sicher zu fühlen. Fatal! Denn damit trainieren wir uns etwas an, was [1]James Shepperd von der University of Florida bracing for the worst nennt.

Es beschreibt den Zweckpessimisums, den wir uns aneignen, um uns für schlechte Nachrichten zu wappnen. Und das beginnt bereits im Kindesalter.

Ein Beispiel: Ein Kind schreibt einen Schultest und wartet aufs Ergebnis. Eine Vielzahl der Kinder wird auch wenn sie gut gelernt haben sagen: „Ich habe bestimmt eine 4,das war nicht so gut.“

Ein anderes Beispiel: „Wir fühlen uns abgeschlagen und krank, haben Fieber und Husten. Wir lassen einen Corona- Test machen und warten. Wir sagen zu unserem Partner: „Ich fühle mich so schlecht, ich würde mich nicht wundern, wenn er positiv ist.“

Wir ziehen eine mentale Schutzrüstung an, in dem wir uns die schlimmsten Katastrophen ausmalen. Denn wenn wir dafür gewappnet sind, können wir alles, was besser ist gut ertragen.

Das Warten kommt uns wie die reinste Folter vor, eben wie die Redewendung schon sagt "Spann mich nicht auf die Folter."


Doch was hilft jetzt, damit wir besser Warten können?


Generell kann man sagen, dass Menschen, die eine optimistische Grundhaltung haben, auch besser warten können. Die emotionale Stabilität ist wichtig, um Wartephasen stark zu durchleben und beides kann man lernen.

Vor Allem, in dem man bewusst wahrnimmt und negative Emotionen erkennt und zulässt.

Außerdem kann man sich mit dem Negativen näher beschäftigen, es nicht mehr als großes, angstmachendes etwas im Raum stehen lassen. Oft können wir hinter Negativem positive Absichten erkennen, oder Chancen sehen. Eine positive Grundeinstellung ist erlernbar., z.B. im Coaching. Doch auch du selbst können schon einiges dafür tun.


1. Achtsamkeitsübungen

Zum Beispiel Meditationen, Atemübungen, oder Progressive Muskelentspannung

Wichtig ist hierbei, dass sie wirklich nur die Achtsamkeitsübung machen. Räumebitte nicht gleichzeitig die Spülmaschine aus. Dabei reichen oft schon kurze Einheiten von fünfzehn Minuten am Tag aus.


2. Flow- Momente

Finde deinen bewussten Flow. Einen Kraftort, oder Kraftmoment, an dem du komplett abschalten kannst. Das kann dein Garten, ein Buch, oder auch die Jogging- Runde sein. Von mir aus, kann es auch seine Lieblings- Netflixserie sein. Wichtig ist, dass du diesen Flow gegen jeden Eindringling streng verteidigen. Keine Anrufe, keine Nachrichten, kein Nichts, Nur du und deine bewusste Entscheidung für den Flow.



Mehr dazu bald in meinem Buch "Ich bin mehr als Porno" (Veröffentlichung 07/2021 als Hörbuch bei die Höragenten UG; Veröffentlichung 10/2022 im Charles Ve

rlag)

[1] https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0146167298249001

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